Sonstiges

In diese Rubrik fällt alles, was auf den anderen Seiten nicht so recht reinpaßt.

Winter

Ich vergangenen Winter habe ich (optimistisch, wie ich bin) den Vergaser nicht leerlaufen lassen. Bei der Kawa LTD, die ich früher einmal gefahren bin, war das auch nicht erforderlich gewesen.
Das wurde dann dieses Frühjahr auch prompt bestraft: Mit dem Kraftstoff im Vergaser (oder das, was davon noch über war) wollte die GTR partout nicht anspringen. Erst gutes Zureden, zwei Batterieladungen und jede Menge Starterspray haben sie dann vom Gegenteil überzeugt.
Wie ich erst im nachhinein erfahren habe, liegt das wohl an den "neuen" Spritsorten. Die überleben das Überwintern im Vergaser nicht und werden zu einem unbrennbaren Etwas.

Die nachfolgenden Beiträge wurden dem GTR1000-Forum entnommen.

Wartung

Bemerkung Autor
Bei meiner Kawasaki GTR 1000 Bj. 89 / 70 TKm sind die Einlaßventile eingeschlagen. Die Auslaßventile sind noch gut. Bei einer Zweiten derselbe Defekt. Kann das an bleifreiem Benzin liegen? Wer hat Erfahrungen, was man bei der Motordemontage am Besten gleich miterneuert? Steuerkette, Steurerkettenspanner, Auslaßventile?? Wolfram Tege
(13.08.1999)
Hallo W.,

es liegt tatsächlich nicht am bleifreien Sprit, sondern an der hohen Laufleistung. Die Auslaßventile sind deshalb noch ok, weil sie wegen der hohen thermischen Belastung aus härterem Werkstoff gefertigt sind. Wenn Du die Einlaßventile tauschst, dann solltest Du auch die Steuerkette und den Spanner erneuern, damit Dir nicht etwa bei 90 000 km der Motor wegen gerissener Steuerkette platzt. Das Problem ist nicht unbekannt.

Waldemar Schwarz
Redaktion Motorrad

(13.08.1999)
Als ehemaliger GPZ-Treiber, (im Prinzip der gleiche Motor wie GTR) kann ich Dir ebenfalls nur raten, nach der Steuerkette zu schauen und die Spannerfeder eventuell gegen eine stabilere von Louis oder Hein Ger. auszutauschen. Zudem halte ich es für sinnvoll, so jede sechste Tankfüllung mit dem besten vom besten zu betanken ( Super plus bleifrei). Wenn du vorher bereits verbleit gefahren bist, so tut der seit neuestem erhaltbare Zusatzadditiv für alte Motoren bestimmt nichts Schlechtes. Steffen
(13.08.1999)

Vorbereitungen für Fahrten im Herbst/Winter

Bemerkung Autor
(In Übersetzung von Peter Smit)

Reinige Dein Motorrad vor dem Winter und benutze einen Schutz für Deine Reifen. Poliere den Motorradkörper mit einer guten Markenpolitur: Speziell Wachs mit Teflon schützt besonders gut. Salz hat eine sehr zerstörende Wirkung auf Aluminium und andere Metalle (z.B. Bremsenteile). Sobald Du auf salzigen Straßen gefahren bist, reinige Dein Motorrad mit viel Wasser: Wenn möglich in einer Waschanlage mit Dampfreiniger und erneuere die Politur und Wachsschicht.

Sei nicht nachlässig: Entferne die Seitenkoffer und reinige das Kardangehäuse und die Auspuffrohre. Salz setzt sich aufgrund der Wärme überall in Krusten ab (Das verdunstete Wasser hinterläßt Salz in einer hohen Konzentration).

Überprüfe den Motor vor dem Winter. Überprüfe den Frostschutz im Kühlwasser. Überprüfe die Ventile, tausche die Zündkerzen etc. 

Benutze einen Öltyp, der für die Umgebungstemperatur, in der Du fährst, geeignet ist. 

Besonders wichtig: Überprüfe die Reifen hinsichtlich Abnutzung: Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob die Reifen noch in Ordnung sind: Wechsel sie! Es ist wesentlich sicherer, mit viel Profil auf nassen und rutschigen Straßen  zu fahren.

Ziehe Dich bei kaltem Wetter warm an. Eisiger Wind kann Deine Reaktionen extrem beeinträchtigen.

Und Fahrten im Winter fordern Deine besondere Aufmerksamkeit, da die Gefahren auf Dich warten: Autofahrer rechnen einfach nicht mit Motorradfahrern mitten im Winter.

Unter Beachtung dieser Punkte habe ich bis jetzt mehrere Winter mit meiner GTR gemeistert. Sie sieht immer noch brandneu aus, obwohl sie schon zehn Jahre alt ist.

Rene van Houtert
(01.10.1999)

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